Tipps zum Kauf von Welpen

Wer sich für die Anschaffung eines reinrassigen Hundes entschieden hat, der wird um den Kauf bei einem Züchter kaum herumkommen. Dass im Zuchtbereich bei Haustieren allgemein und bei Hunden im Speziellen viel Schindluder getrieben wird, soll an dieser Stelle jedoch nicht verschwiegen werden. Neben der vielen seriösen Züchter gibt es leider auch sehr viele Schwarze Schafe, die im wahrsten Sinne des Wortes skrupellos über Leichen gehen. Im Interesse der Tiere, aber auch aus eigenem Interesse, sollte man sich einen seriösen Züchter, am besten aus der Region, suchen. Aus diesem Grund soll es in diesem Artikel darum gehen, woran man seriöse Züchter von unseriösen unterscheiden kann und worauf man beim Kauf von Welpen sonst noch achten sollte.

Seriöse Züchter erkennen

Es gibt bestimmte Dinge, die einen guten und seriösen Züchter ausmachen. Ein seriöser Züchter hat sich in den meisten Fällen auf die Zucht von lediglich einer Hunderasse spezialisiert. Er verfügt über nur ein bis zwei Zuchttiere, die frei von rassetypischen Erkrankungen und zudem weder zu jung noch zu alt für die Zucht sind. Ein guter Züchter achtet darauf, dass seine Hündin nur einmal pro Jahr wirft und danach genügend Zeit zur Erholung bekommt.

Sind die Welpen da, wird sich ein seriöser Züchter darüber freuen, wenn man sich diese bei ihm vor Ort anschauen möchte. Ein seriöser Züchter hat nichts zu verbergen. Mutter und Welpen sollten beim Besuch einen gesunden Eindruck machen und in einem sauberen Umfeld leben. Zudem sollte ein seriöser Züchter dazu in der Lage sein, ein paar Worte über die einzelnen Tiere erzählen zu können. Bei Fragen steht ein guter Züchter dem Interessenten mit Rat und Tat zur Seite. Außerdem wird ein seriöser Züchter sich nach den zukünftigen Lebensumständen seiner Welpen beim Interessenten erkundigen.

Ein seriöser Züchter gibt seine Welpen erst ab der achten Woche ab, um ihnen eine ausreichende Sozialisierung zu ermöglichen. Die Jungtiere werden vor der Abgabe untersucht, geimpft und entwurmt. Seriöse Züchter kennzeichnen ihre Welpen per Chip oder Tätowierung und geben diese mit einem Gesundheitszeugnis ab.

Unseriöse Züchter erkennen

Neben den vielen guten und seriösen Züchtern gibt es leider auch einige unseriöse Züchter, die nur hinter dem schnell verdienten Geld her sind. Unseriöse Züchter erkennt man gut daran, dass Zuchttiere wie Produktionsmaschinen und die Welpen wie eine Ware behandelt werden.

Züchter, die diverse Hunderassen zu Billigpreisen anbieten, sollten Skepsis erwecken. Nicht selten sind die Zuchttiere gestört oder krank, weil sie als regelrechte Gebährmaschinen missbraucht werden. Die Welpen werden oft in einfachen Kisten unter unwürdigen Bedingungen gehalten. Die Kleinen sind oft nicht richtig sozialisiert, ängstlich oder gar krank. Aus Profitgier wird nicht selten auf Untersuchungen, Impfungen und Entwurmungen verzichtet.

Unseriöse Züchter haben immer etwas zu verbergen! Aus diesem Grund ist ein Besuch der Welpen vor der Abgabe, die meistens auch viel zu früh erfolgt, nicht gerade erwünscht. Im Zweifelsfall sollte man also lieber auf sein Bauchgefühl hören, wenn man vermutet, dass etwas nicht stimmt. Es sollte nämlich nicht vergessen werden, dass diese unseriösen Züchter mit ihren Methoden nur so lange Erfolg haben, wie es Menschen gibt, die ihnen die Tiere auch abnehmen!

Vor dem Kauf

Bereits vor dem Kauf sollte man sich Gedanken darüber machen, welche Vorkehrungen noch zu treffen sind, damit der neue Hund auch in ein bereits fertiges Zuhause einziehen kann. Dazu gehört natürlich auch der Kauf von geeignetem Hundezubehör. Zur notwendigen Grundausstattung gehören: Transportbox für das Auto, Leine samt Geschirr oder Halsband, Hundekörbchen bzw. -decke, Futter- und Trinknapf, Welpenfutter, Bürste und Spielzeug. Rechnen kann man hier in etwa mit Kosten im niedrigen dreistelligen Bereich.

Als nächstes geht es darum, die Wohnung welpentauglich zu machen. Dazu müssen Gegenstände, von denen potenzielle Gefahren ausgehen, unzugänglich gemacht werden. Gerade junge Hunde sind sehr neugierig und haben einen großen Spieltrieb, so dass sie gern mal mit den verschiedensten Dingen spielen oder sie anknabbern bzw. sogar verschlucken. Stromkabel, Plastiktüten, Haushalts- und Reinigungsmittel, Medikamente oder giftige Pflanzen sollten sich also auf jeden Fall außer Reichweite befinden.

Nach dem Kauf

Am Tag des Einzugs des neuen Lieblings sollte man sich genügend Zeit nehmen, um dem neuen Familienmitglied die Eingewöhnung zu erleichtern. Es ist wichtig, dass der Welpe sich erst einmal vorsichtig und ganz langsam an die neue Umgebung gewöhnen kann – der Abschied von seiner Mutter wird ihm ohnehin zu schaffen machen. Es wird sicher nicht lange dauern, bis der Kleine beginnt, sich für sein neues Zuhause zu interessieren. Jetzt kann man ihm langsam seinen Futterplatz und sein Hundekörbchen zeigen. Viel mehr sollte man für den ersten Tag nicht erwarten. Der Welpe braucht nun viel Ruhe, um sich von den ganzen Strapazen zu erholen. Trotzdem wird er seine Mutter, seine Geschwister und seine gewohnte Umgebung vermissen. In der Zeit der Eingewöhnung sollte Herrchen oder Frauchen ihn deshalb erst einmal nicht alleine lassen. Natürlich wird die erste Zeit hart sein, aber nach ein paar Tagen ist der Abschiedsschmerz vergessen und der kleine Vierbeiner wird sich an sein neues Rudel gewöhnt haben und es nicht mehr missen wollen.

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